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Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit | Sifa 3.0
von Pascal
In diesem Beitrag zeigen wir – basierend auf der Schulungs- und Beratungspraxis der BECKER:GRUPPE Akademie –, warum Schulungen im Arbeitsschutz, in der Elektrosicherheit und im Brandschutz entscheidend sind, wo der Unterschied zwischen Unterweisung und Schulung liegt und wie Unternehmen die Fachkunde ihrer Mitarbeitenden dauerhaft sichern können.
In der Praxis werden Unterweisung und Schulung häufig gleichgesetzt – rechtlich und fachlich bestehen jedoch klare Unterschiede.
Unterweisung nach § 12 ArbSchG: arbeitsplatzbezogen und verpflichtend
Eine Unterweisung nach § 12 Arbeitsschutzgesetz bezieht sich immer auf den konkreten Arbeitsplatz. Sie beantwortet die Frage:
Wie führe ich meine Tätigkeit hier sicher aus?
Unterweisungen:
Wichtig: Eine Unterweisung setzt vorhandene Fachkunde voraus. Sie kann fehlendes Wissen nicht ersetzen.
Fachkunde ist nichts Statisches. Gerade im elektrotechnischen Bereich entsteht sie nicht einmalig durch eine Ausbildung und bleibt dann automatisch bestehen. Fachkunde muss regelmäßig erneuert und vertieft werden.
Genau hier setzen regelmäßige Schulungen und Fortbildungen im Arbeitsschutz an.
Rechtlich ist das eindeutig geregelt:
Normen wie DIN VDE 1000-10, DIN VDE 0105-100 sowie die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichten Unternehmen dazu, sicherzustellen, dass elektrotechnische Fachkräfte jederzeit über aktuelle Kenntnisse verfügen.
Konkrete Zeitabstände sind bewusst nicht festgeschrieben, da der Schulungsbedarf vom Tätigkeitsbereich, vom technischen Fortschritt und von betrieblichen Veränderungen abhängt.
Fachkunde geht weit über eine abgeschlossene Ausbildung hinaus. Eine Elektrofachkraft muss dauerhaft in der Lage sein,
Der entscheidende Punkt ist die Aktualität. Normen ändern sich, VDE-Regelwerke werden angepasst, neue Technologien halten Einzug. Wer sein Wissen über Jahre nicht auffrischt, verliert schleichend die fachliche Handlungssicherheit – und erfüllt rechtliche Anforderungen nicht mehr.
Im Arbeitsschutz gilt nicht der Kalender, sondern die Realität im Betrieb. In der Schulungspraxis der BECKER:GRUPPE Akademie zeigt sich, dass Schulungen immer dann erforderlich werden, wenn sich Rahmenbedingungen ändern. Zum Beispiel durch:
Grundsatz: Je seltener eine Tätigkeit ausgeführt wird, desto häufiger ist eine Auffrischung erforderlich.
Der Umfang regelmäßiger Schulungen richtet sich nach der jeweiligen Qualifikation:
Elektrofachkräfte (EFK)
Elektrofachkräfte sollten – je nach Branche und Tätigkeitsfeld – ein- bis zweimal jährlich an Auffrischungs-Schulungen teilnehmen. Besonders relevant sind Normenänderungen, neue sicherheitstechnische Anforderungen und praxisnahe Prüftechniken.
Elektrofachkräfte für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)
EFKffT arbeiten in klar definierten Aufgabenbereichen. Auffrischungen alle zwei bis drei Jahre sind sinnvoll, insbesondere bei Änderungen des Aufgabenfeldes oder der eingesetzten Anlagen. Nach längeren Unterbrechungen kann eine erneute Qualifizierung erforderlich sein.
Elektrotechnisch unterwiesene Personen (EuP)
EuP benötigen neben der jährlichen Unterweisung zusätzliche Schulungen oder E-Learning-Angebote, da ihr Wissensstand ohne regelmäßige Wiederholung besonders schnell abnimmt.
Verantwortliche Elektrofachkräfte (VEFK)
VEFK tragen eine besondere organisatorische Verantwortung. Sie benötigen vertiefte Schulungen zu neuen Regelwerken, Organisationspflichten und zur Qualifikation von Personal.
„Regelmäßige Schulungen sind kein Selbstzweck. Sie stellen sicher,
dass Fachkräfte im Alltag sichere und richtige Entscheidungen treffen
können.“
Pascal Klein, Bereichsleiter der BECKER:GRUPPE Akademie
Die Unfallstatistiken der BG ETEM zeigen: Jährlich ereignen sich in Deutschland mehrere tausend Stromunfälle. Ein erheblicher Teil davon ist auf Verstöße gegen die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik zurückzuführen.
Auffällig ist, dass nicht nur Berufseinsteiger betroffen sind. Auch
sehr erfahrene Fachkräfte tauchen regelmäßig in den Statistiken auf –
häufig aufgrund veralteten Wissens.
Auch im Brandschutz zeigt sich, wie schnell Wissen verloren geht. Statistiken des Bundesverbands Technischer Brandschutz e.V. (bvfa) zeigen, dass elektrische Ursachen und menschliches Fehlverhalten zu den häufigsten Brandursachen zählen.
Typische Probleme:
Eine einmalige Unterweisung reicht hier nicht aus. Regelmäßige Brandschutz-Schulungen, etwa praktische Feuerlöschertrainings oder Qualifizierungsschulungen zur brandschutzbeauftragten Person, sorgen dafür, dass Handlungsabläufe im Ernstfall sicher sitzen.
Regelmäßige Schulungen vermitteln nicht nur Wissen. Sie zeigen Mitarbeitenden, dass ihre Sicherheit ernst genommen wird.
Unternehmen, die systematisch in Schulungen investieren:
Unterweisungen bilden das Fundament des Arbeitsschutzes. Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen im Arbeitsschutz, in der Elektrosicherheit und im Brandschutz halten Fachkunde lebendig.
Unternehmen, die beides sinnvoll kombinieren, reduzieren Risiken, erfüllen ihre rechtlichen Pflichten und stärken ihre Sicherheitskultur nachhaltig.
Die BECKER:GRUPPE Akademie unterstützt Unternehmen dabei mit praxisnahen Schulungen – offen oder als Inhouse-Format.
Möchten Sie sicherstellen, dass die Fachkunde Ihrer Mitarbeitenden den aktuellen Anforderungen entspricht?
Sprechen Sie mit Lisa, Ihrer Ansprechpartnerin für offene Schulungen und Inhouse-Schulungen bei der BECKER:GRUPPE Akademie.
Gemeinsam entwickeln wir ein passendes Schulungskonzept für Ihr Unternehmen.
Regelmäßige Schulungen sind notwendig, um die Fachkunde von Mitarbeitenden aktuell zu halten. In der Schulungspraxis der BECKER:GRUPPE Akademie zeigt sich, dass sich Vorschriften, Technik und Risiken kontinuierlich verändern und einmaliges Wissen nicht ausreicht.
Unterweisungen sind arbeitsplatzbezogen und gesetzlich verpflichtend. Schulungen dienen dem Erhalt und der Erweiterung der Fachkunde und werden in der arbeitssicherheitstechnischen Praxis gezielt eingesetzt, um Wissen zu vertiefen.
Gesetzlich sind keine festen Intervalle vorgegeben. In der Praxis werden Schulungen immer dann erforderlich, wenn sich Normen, Technik, Tätigkeiten oder betriebliche Rahmenbedingungen ändern.
Elektrofachkräfte, elektrotechnisch unterwiesene Personen sowie verantwortliche Elektrofachkräfte müssen ihre Fachkunde regelmäßig aktualisieren, um den aktuellen Stand der Technik sicher anwenden zu können.
Weil sich nur regelmäßig geschulte Personen im Ernstfall sicher verhalten. Praktische Brandschutz-Schulungen sorgen dafür, dass Handlungsabläufe abrufbar bleiben und nicht nur theoretisch bekannt sind.